Anstatt nun zu sagen, wie ein bestimmter Beruf in Zukunft aussieht, möchte ich an dieser Stelle ein paar Gedanken anbieten, die bei der Beantwortung der Frage helfen sollen.
Alles, was man digitalisieren kann, wird digitalisiert.
(… ob es sich dann durchsetzt, zeigt sich später.)
Im tertiären Sektor (Dienstleistung) sehen wir heute schon Chatbots in den Call Centern, also Programme, die den Dialog führen.
Im sekundären Sektor (Industrie) wird – insbesondere in Deutschland unter dem Begriff Industrie 4.0 – die Digitalisierung und damit auch die Automatisierung der Produktions- und Qualitätssicherungsprozesse vorangetrieben.
Und auch im primären Sektor (Landwirtschaft) gibt es mittlerweile wichtige Anwendungsfelder, wie beispielsweise Systeme mit Saat- und Düngeempfehlungen, die auch globale Klimasimulationsmodelle berücksichtigen.
Die Veränderungen in den Tätigkeiten kann man sich dann als „Schere“ vorstellen, die an zwei Stellen ansetzt, nämlich am oberen und am unteren Ende der Komplexitätsskala.
So werden im Beispiel mit der Landwirtschaft hochkomplexe neue Ansätze für die Masse der Nutzer verfügbar (und erschwinglich) , die sich niemand zuvor leisten konnte. Das ist das obere Ende der Skala.
Und am unteren Ende der Skala werden Standardtätigkeiten durch Robotik ersetzt oder unterstützt, wie beispielsweise der Chatbot der Standardanfragen selbständig handhaben kann.
Aber bevor es in Arbeit ausartet, jetzt erstmal raus aus den Betten und das neunte Türchen öffnen.
